Die 50'er JAhre

 

Kaum vorstellbar, aber wahr: auch 1950 waren noch immer Zweiräder des Deutschen liebstes Fortbewegungsmittel; auch in diesem Jahr konnten sich nach wie vor zu wenige ein Auto leisten.

 

Vor allem die italienische Vespa war äußerst beliebt; die deutschen Automobilhersteller ärgerte wieder einmal der Aspekt, dass eine ausländische Produktion solch einen Absatz fand, immens.

Daher kurbelte vor allem Volkswagen mit Hauptsitz in Wolfsburg seine Produktion an; am 4. März 1950 lief der 100.000 VW Käfer über das Laufband und etablierte sich als 'Wagen fürs Volk'. Des Weiteren wurde sein 'sportlicher Bruder', der Porsche 356, das erste Mal öffentlich vorgestellt.

 

 

Massenproduktion und technische Neuerungen

Während andere große Automarken wie Mercedes Benz, Opel oder Ford immer noch nicht mit neuen Modellen auf den Markt kamen, zeigten sich kleinere Firmen wie Borgward äußerst kreativ. Diese Hersteller setzten auf Innovation und immer neue Anstöße, die sie sich auch aus dem Ausland holten.

 

1955 wurden bereits über 700.000 Automobile hergestellt, vor allem von großen Herstellern wurde dabei der Markt beherrscht. Am 5. August lief schließlich in Wolfsburg das millionste Exemplar des 3 950 DM teuren und 30 PS starken VW 1200 vom Band; nicht nur für damalige Zeiten ein absoluter Rekord für ein spezielles Modell.

Neben Kleinstautomobilen für den schmalen Geldbeutel wie der BMW Isetta, dem Goggomobil oder dem Fiat 500 wurden in der Bundesrepublik jedoch auch Autos der Luxusklasse gebaut, unter anderem von Mercedes Benz. Ein besonderes, in Deutschland nur von Mercedes angebotenes Extra, war zu damaliger Zeit die Scheibenwaschanlage.

Am 5. Oktober 1955 stellte Citroën auf der Pariser Automobilausstellung eine Sensation vor. Der DS 19 rief wegen seiner ungewöhnlichen Form bei den Betrachtern schlichtweg ungläubiges Staunen hervor und der Frontantrieb war bahnbrechend.

 

1959 ging der Trend definitiv zu Wagen mit größerer Motorleistung. Von den Kleinstwagen und Rollern der frühen 50er Jahre hatten sich nur noch der Fiat 500, das Goggomobil und die BMW Isetta behaupten können. Die meisten neuen Modelle verfügten über Motoren mit einem Hubraum zwischen 600 und 1500 cm3.

Tatsächlich ließen sich nun auch große Hersteller wieder auf Inspirationen und Neuerungen aus den USA ein: Zweifarbenlackierung, Panorama-Windschutzscheibe, Heckflossen -  all dies waren Dinge, die auch in der deutschen Produktion erfolgreich aufgenommen wurden.

Doch schon kurze Zeit später musste man feststellen, dass die Heckflossen eine riesige Gefahr bei Unfällen darstellte und die Hersteller reagierten sofort: so nahm Opel nach einer Produktionszeit von nur einem Jahr den 'Kapitän' wieder vom Markt und stellte wenige Monate später ein Modell mit einem völlig neuen Konzept der Heckflossen vor. Die Weiterentwicklung des Autos war in den 50ern zu einem Höchstmaß angestiegen.

 

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