Die 70'er JAhre

 

Neu auf dem Automobilmarkt 1970 waren die Modelle Ford Taunus, Opel Manta und VW K 70. Mit dem K 70 erschien unter der weltberühmten Marke VW erstmals ein Auto mit Frontantrieb, Reihenmotor und Wasserkühlung. Ab November 1970 wurde der mit 75-PS- (9450 DM) oder 90-PS-Motor ausgestattete K 70 vom Handel verkauft.

Allmählich drängten jedoch die Japaner auf den europäischen Automarkt. Da das Service-Netz zu dieser Zeit aber noch sehr unzureichend war, blieben die Europäer vorerst dominierend, auch wenn die japanischen Wagen durchaus Anklang bei den Kunden fanden.

 

 

Im Zeichen der Ölkrise

 

Nachdem 1974 die Automobilproduktion in der Bundesrepublik Deutschland mangels Nachfrage um rund 20% zurückgegangen war, konnten die Autobauer bereits 1975 wieder einen kleinen Boom verzeichnen.

Dies zeigte, dass die Bundesbürger trotz drastisch gestiegener Benzinpreise, trotz wachsender Verkehrsdichte und der damit einhergehenden Probleme wieder zunehmend auf das Individualverkehrsmittel Auto setzten; die Problematiken mit der Wirtschaftlichkeit ließen sich jedoch kaum noch verdrängen.

Gewinner waren 1975 auch die ausländischen Autohersteller. Besonders gefragt waren hierbei französische Modelle (etwa 18,5% des deutschen Marktes), Italiener (knapp 9%), Japaner (1,6%) und schwedische Autos (knapp 1%).

Zu den meistbeachteten neuen Modellen in der Bundesrepublik Deutschland zählte auf jeden Fall der Polo des Wolfsburger Volkswagenkonzerns, der beim Genfer Automobilsalon erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Der Polo galt ebenso wie der Golf, der 1974 auf den Markt kam, als Nachfolgemodell des VW-Käfers.

 

1978 besaß jeder vierte Bundesbürger bereits ein Auto, wachsender Verkehrsprobleme, so wie Lärm- und Abgasbelastung, Parkplatzmangel und hohe Unfallziffern zum Trotz; die Nachfrage blieb zu dieser Zeit ungetrübt lebhaft.

Oberstes Gebot für Konstrukteure neuer Personenwagen hingegen war mehr Wirtschaftlichkeit zur Senkung des Benzinverbrauchs; der Trend zum Sparmotor stellte die Hersteller jedoch vor Probleme: die neue Motorengeneration musste in den USA, aber auch in Japan und teilweise in Europa gänzlich neu konstruiert werden.

Ganz neu waren dann die von General Motors kurz nach Bekanntwerden der neuen Aufgabe konstruierten 'X-Cars' nach europäischem Vorbild von Chevrolet, Buick, Pontiac und Oldsmobile: Frontantrieb, quergestellter Motor mit bis zu sechs Zylindern, leichte Hinterachse und kompakte Karosserie mit größerem Innenraum zeichneten sie aus.

 

Die deutschen Hersteller hingegen setzten ihre Modellinien im Wesentlichen fort: BMW stellte mit dem 732i den ersten Wagen mit integrierter Motorelektronik (3,2 l, sechs Zylinder, 145 kW Leistung) und mit dem 745i den ersten Wagen der Luxusklasse in Europa mit Turboaufladung vor und rüstete alle Sechszylinder serienmäßig mit elektronischer Benzineinspritzung aus.

 

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