Die 80'er JAhre

 

1980 wünschten sich immer mehr Bundesbürger ihren Neuwagen sparsam, wendig und erschwinglich.

Für die bundesdeutschen Automobilbauer kam der Trend zum kleineren Wagen allerdings überraschend. Experten schätzten, dass diese Autos, die bislang einen Marktanteil von etwa 35% hatten, inzwischen rund 50% der verkauften Neuwagen ausmachten.

 


 

Schneller, sicherer und schadstoffärmer

 

Renner in der unteren Mittelklasse waren nach wie vor die Volkswagen-Modelle 'Golf' und 'Jetta' sowie der Opel 'Kadett'. Im Herbst versuchten auch die Kölner Fordwerke erneut in die Spitze vorzudringen. Sie brachten einen von Grund auf renovierten 'Escort' auf den Markt, der sich schon äußerlich durch ein Stummelheck von seinen Konkurrenten unterschied.

Eine unerwartet große Konkurrenz erhielten die westdeutschen Autobauer dann jedoch aus dem Fernen Osten. Japanische Wagen fanden in der Bundesrepublik immer mehr Käufer; ihr Anteil an den Neuzulassungen lag 1980 bei etwa 10%, 1979 waren es noch 5,6%. Der Grund: Die zumeist kleineren Modelle mit sparsamen Motoren lagen gerade genau im Trend, verkörperten das, was der gemeine Bundesbürger sich von einem Automobil erhoffte.

Dafür bot Mercedes-Benz eine neue Sensation an: den sogenannten Airbag.

 

Absatzrekorde und das Gerangel um den Katalysator prägten schließlich die Autoszene des Jahres 1985.

Das erfolgreichste Modell in der Bundesrepublik war einmal mehr der VW Golf mit 298 000 verkauften Exemplaren, obwohl er nicht unbedingt umweltfreundlich war.

Die innovativen Dieselautos waren zwar 'schadstoffarm', aber aufgrund ihres Rußausstoßes gegenüber Katalysatorautos weniger umweltfreundlich, was nur durch den Einbau von Rußfiltern geändert werden konnte. Dies hätte jedoch den Preis deutlich gesteigert.

 

Schneller, luxuriöser und trotzdem schadstoffärmer; das war hingegen Trend des Autojahres 1989.

Auf Platz eins der Verkaufs-Hitliste rangierte nach wie vor der VW Golf mit 321 827 Einheiten trotz eines Absatzeinbruchs um 7,2%. Erfolgreichstes Importauto in diesem Jahr war der Mazda 626, den es ab April 1989 auch als fünftürigen Kombi und Coupé mit Allradantrieb gab.

Auf der 53. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (14.-24. 9.) zogen der BMW 850 i und das Mercedes-Cabrio 500 SL die meiste Aufmerksamkeit auf sich, da sie für das neue 'Luxusbewusstsein' der Autofahrer standen.

Nach dem Modell der britischen Roadster konzipierte Mazda kurze Zeit später seinen etwas nostalgisch anmutenden MX-5 (1598 ccm Hubraum, 115 PS). Der offene Sportzweisitzer im klassischen Stil mit selbsttragender Karosserie bekam Lob für die gut verarbeitete, verwindungssteife Karosserie, die funktionelle, leichte Fahrzeugbedienung, straffe Fahrwerksabstimmung und die sehr direkte Lenkung. Der MX-5-Erfolg inspirierte auch andere Hersteller zu einem Roadster: 1989/90 gab es unter anderem den modifizierten Alfa Romeo Spider, den Lotus Elan und den Chevrolet Beretta Convertible.

Leider geriet indessen die Diskussion um den Katalysator etwas  in den Hintergrund. Am 21. April erklärte dann aber die Adam Opel AG, dass es alle Benzinmodelle ab sofort serienmäßig mit geregeltem Katalysator geben würde. Auch Mercedes-Benz und BMW boten daraufhin ihre Benzinmotoren mit Katalysatortechnik an.

 

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